Prozessdarstellung und Prozessbedienung

ControlStar

Zentrale Leittechnik

Hierarchieebenen bei der Netzdarstellung

In ControlStar sind verschiedene Varianten für die Darstellung von Netzbildern im Leitsystem möglich:

Verfahren mit fest konstruierten Einzelbildern
Detailstufen-Verfahren in einem Weltbild

Während bei ersterer für Gesamtübersicht, Teilnetze und Anlagen jeweils voneinander unabhängige Bilder erstellt und die topologischen Zusammenhänge jeweils individuell berücksichtigt werden müssen, nutzt die andere Möglichkeiten aus, die eine vollgrafische Oberfläche mit Decluttering, Panning und Scrolling bietet und ermöglicht eine durchgängige Topologiebehandlung.

Ausschlaggebend für die Realisierung ist die jeweilige Netzstruktur und das vorgesehene Bedien­konzept. Eine Kombination beider Verfahren ist möglich.

Um große Netze überschaubar zu halten, aber auch bis zu einzelnen Betriebsmitteln aufzulösen und darzustellen, werden Netzbilder im ControlStar in verschiedenen Hierarchiestufen angelegt:

• geografisches Netzübersichtsbild
mit lagerichtiger Darstellung, topologischen Zusammenhängen, Versorgungsgebieten. Darstellung des Netzzustandes mit Topologieeinfärbung; Alarmindikatoren an den Stationen; Sammelmeldungen

click and seeGeografische Netzübersicht

• technologisches Übersichtsbild
Gesamtnetz- oder Teilnetzdarstellung mit Spannungsebenen; Sammelschienen; Leitungen; Einfärbung topologischer Zusammenhänge; Knotendarstellung; Erdschlussübersicht; Alarmindikatoren; Summenmesswerte usw.
click and seeNetzgruppen-Darstellung

• Stations-/Anlagenbild
detaillierte Darstellung der Betriebsmittel und ihrer Zusammenhänge in der Station/Anlage; aktuelle Schaltzustände; Messwerte; Stufenstellungen usw.

click and seeStationsbild

• Detailbild
falls erforderlich weitergehende Detaillierung mit zusätzlicher Textinformation, Messwertangaben usw.

click and seeFeldbild

Listen und Kurven

Zusätzlich zu den genannten Prozessbildern ermöglicht ControlStar zahlreiche andere Darstellungen aufbereiteter Prozessinformationen. Hierzu gehören u. a. Textdarstellungen wie Betriebstagebuch; Ereignisprotokolle; Alarmprotokolle u.a.m.

Messwerte können in Form von Kurven oder Balken dargestellt werden, wobei hierfür sowohl aktuelle als auch archivierte Werte herangezogen werden können. Die Darstellung erfolgt sowohl als Verlauf über der Zeit (Ganglinie) als auch über Orten (z. B. Druckverlauf in Rohrnetzen) oder allgemeiner Abhängigkeiten (z. B. Luftfeuchtigkeit in Abhängigkeit von der Temperatur).

Kurven können einzeln oder in Gruppen bis zu 8 als Kurvenschar in einem Bild dargestellt oder auch geflutet dargestellt werden. Über ein vertikales Lineal, das kontinuierlich über die Kurve gezogen werden kann, werden die jeweiligen Schnittpunkte als Digitalwerte mit entsprechender Farbe in einem Kurvenfenster angezeigt.

Fenster-Bedienoberfläche

Bei der Fenster-basierten Grafik stehen dem Anwender alle bekannten Präsentations- und Weiter­verarbeitungsmöglichkeiten so z. B. auch Drag&Drop und Navigator zur Verfügung.

Prozessbedienfenster

Eingriffe in den Prozess erfolgen durch Anwahl des gewünschten Betriebsmittels auf dem Bildschirm. Die Prozessbedienung erfolgt über ein aufgeschaltetes Prozessbedienfenster, in dem die für das angewählte Betriebsmittel ausführbaren Aktionen aufgeführt sind. Für jede Bedienung kann bei der Datenmodellierung eine Plausibilitätsprüfung, die von vorliegenden Prozessgrößen abhängig ist, festgelegt werden.

Archivierung

Prozessdaten und -zustände werden über Archive, die als Raster- oder als Dynamikarchive ausgelegt sein können, gespeichert. Die in Rasterarchiven gespeicherten Daten können durch Verdichtung in andere Archive übertragen werden. Verdichtungsfunktionen sind z. B.: Extremwertbildung (Maximum/Minimum), Mittelwertbildung, Summenwertbildung.
Eine Definition der zu archivierenden Prozessdaten erfolgt in der Datenmodelleingabe.

Protokollierung

Neben Protokollen mit festem Funktionsumfang wie Ereignislisten und Notizbuch ist die Darstellung aktueller und archivierter Prozessdaten über frei generierbare Protokolle möglich. Mit Hilfe eines Protokollgenerators wird über Masken das Layout dieser Protokolle definiert.

Die Protokolleinplanung erfolgt wahlweise laufend, spontan, ausgelöst durch Ereignisse oder feste Zeitpunkte, oder auf Abruf.

Damit lassen sich beliebige Protokolle mit aktuellen Prozessdaten bzw. Werten aus Bilanzarchiven oder auch Wartungsprotokolle aufbauen. Als Ausgabemedium kann zwischen den Druckern des Systems, der Bildschirmausgabe und der Speicherung in Dateien gewählt werden.

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