Geht doch! Minutenreserveleistungen im Pool.

Die Minutenreserveleistung (MRL) - nach der Primär- und Sekundärregelung die dritte Stufe der Regelleistungen für das Gleichgewicht der Ein- und Ausspeisung elektrischer Energie in den deutschen Übertragungsnetzen – ist heute auf 15 MW festgelegt und kann im Prinzip von jedem Stromerzeuger angeboten werden. Denn das Präqualifikationsverfahren für MRL-Anbieter schließt auch die Bildung sog. Pools nicht aus: Zusammenschlüsse kleinerer Erzeugereinheiten wie

die in Summe die Mindest-MRL garantieren und heute auch oft als „Virtuelle“ Kraftwerke“ bezeichnet werden.

Die Verwaltung dieser technischen Einheiten sowie die Organisation von Nominierung und Abruf erfordern allerdings angesichts der Vielzahl der Teilnehmer im Pool einen hohen Automatisierungsgrad. Nur eine ausgefeilte Systemtechnik kann die notwendige Prozessdatenerfassung sowie die Online-Kontrolle und Steuerung der Minutenreserve verlässlich im Griff halten und so die Einhaltung der vertraglichen Verpflichtungen sicherstellen.

ProCoS und ProCoS MRL

Mit dem SAE Prozessleitsystem ProCoS und dem für speziell für Poolanbieter konzipierten Zusatzmodul ProCoS MRL werden Betreiber von MRL-Pools dieser Anforderung in hervorragender Weise gerecht. ProCoS ist das erprobte Prozessleitsystem mit den heute üblichen SCADA-Funktionen für EVU-Anwendungen. ProCoS MRL ermöglicht mit seinem hohen Automatisierungsgrad den automatischen gesamthaften Start und die Beendigung von MRL-Lieferungen.

Systemgenerelle Funktionen:
Funktionen bezogen auf die Technischen Einheiten:

VK.Power optimiert den Poolbetrieb

Mit der zunehmenden Anzahl der Anlagen und Vielfalt der Anlagentypen stellt sich für den Poolbetreiber mit Blick auf die Maximierung des Deckungsbeitrages die Herausforderung eines wirtschaftlich optimalen Pool-Betriebs ganz im Sinne eines Virtuellen Kraftwerks. Die dafür notwendige modellbasierte Optimierung und leistungsfähige Prognose bietet VK.Power der EUS GmbH.

VK.Power erweitert den in ProCoS MRL standardmäßig enthaltenen regelbasierten Ansatz. Durch den Einsatz von Anlagenmodellen können verschiedene Kostenkomponenten der Anlagen wie die arbeitspunktabhängigen Energiegestehungskosten oder Anfahrkosten sowie technische Randbedingungen, etwa Mindeststillstands- und Mindestbetriebszeiten, berücksichtigt werden. Aber auch alle relevanten Bezugs- und Lieferverträge fließen in die Optimierung ein. Somit kann VK.Power beim Abruf der Minutenreserveleistung durch den ÜNB jeweils die wirtschaftlich optimale Anlagenkombination ermitteln.

Die Prognosefunktionen erlauben ein gezieltes Speichermanagement bei thermisch geführten KWK-Anlagen, die dann stromgeführt betrieben werden und am Minutenreservemarkt teilnehmen können. Ebenso können die saisonal unterschiedlichen freien elektrischen Kapazitäten von KWK-Anlagen berücksichtigt werden, die sich auf Grund unterschiedlicher jahreszeitlicher Wärmeabnahme einstellen.

Ein weiteres Stück Kosteneinsparung ist der Closed-Loop-Betrieb, denn mit VK.Power lässt sich der Abruf von Minutenreserve durch den ÜNB automatisch in die Anforderungssignale für die dezentralen Anlagen umsetzen. So entfallen ständig besetzte Warten und ihre Personalkosten.

Mehr wissen - mehr Ertrag

Lassen Sie von der EUS GmbH eine Potenzialanalyse durchführen, wenn Sie KWK-Anlagen in den Minutenreservepool einbinden wollen. So ermitteln Sie vorab die wirtschaftlich sinnvollen Zeiten für die MRL-Teilnahme und deren Ertragspotenzial und ermitteln weitere Erlösmöglichkeiten der dezentralen Erzeugungsanlagen.

Haben Sie weitere Fragen?
Wenden Sie sich direkt an  Henner Lindenberg

Copyright © 2011 by KISTERS AG