Netzleittechnik ist überall dort von hoher Bedeutung, wo es darum geht, Netze zu überwachen und zu steuern. Dies betrifft in erster Linie die Versorgungsnetze der Energieversorgungsunternehmen, aber auch die Netze von Wasserver- und -entsorgungsbetrieben.
Das Ziel ist der Aufwand-optimale, sichere Netzbetrieb. Netzleitsysteme - manchmal auch als SCADA-System bezeichnet - müssen dazu Störungen im Netz schnell erkennen und beheben, notwendige Schaltmaßnahmen zentral durchzuführen, statistische Daten z. B. für die Netzplanung sammeln u.a.m..
Die Leitsystemfamilie von KISTERS heißt ControlStar. 25 Jahre Entwicklungs- und Einsatzerfahrung bilden ein Unternehmenswissen, das heute wie in Zukunft Produktqualität für hohe Betriebs- und Investitionssicherheit in einem ebenso verantwortungsvollen wie kostenlastigen Geschäft garantiert.
Das Anwendungsfeld von ControlStar erstreckt sich von der Führung von Hoch- und Mittelspannungsnetzen bei kommunalen und sog. Querverbundunternehmen für Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmenetze bis hin zu den verwandten Gebieten der Verkehrsleittechnik, Industrie und Umwelttechnik - ein Vorzeige-Beispiel für die Übertragbarkeit einer Kernkompetenz in verschiedene Märkte.
Was die KISTERS Leitsystem-Familie vor anderen Marktlösungen auszeichnet, ist die Verbindung zahlreicher Stärken zum einem hochflexiblen Standardprodukt:
Die vollständige Produktversion für alle Anwendungen, breitbandig einsetzbar für Aufgaben in der Netzleittechnik und Prozessleittechnik, für die Versorgungsbereiche Strom, Gas, Wasser, Fernwärme und Abwasser, einzeln und im Verbund. Der Einsatzvielfalt wird in der Anwendungspraxis durch dedizierte Fachschalen aus spezialisierten Funktionen Rechnung getragen. Das gilt für die verschiedenen Versorgungsbereiche ebenso wie für die Bereiche Kraftwerksüberwachung und Verkehr sowie beim Einsatz als Energieleitzentrale in der Industrie.
Die vollständige Parametrierbarkeit mit hohem Mehrwert für den Betreiber, weil keinerlei Programmierung für inhaltliche und funktionale Erweiterungen notwendig ist. Die mitgelieferten grafischen Parametrierwerkzeuge ermöglichen dem Betreiber die eigenständige Anpassung des Systems an geänderte, erweiterte Anforderungen.
Die umfassende Skalierbarkeit, d. h. die Auslegung des Systems von einer All-in-one-Lösung bis zu einem weiträumig verteilten, redundanten System.
Das Leitsystem inkl. Prozessanschaltung ist lauffähig auch Standard-PC-Hardware und völlig frei von Fremdlizenzen.
Die objektorientierte Datenmodelleingabe mit der Objektbibliothek für alle Versorgungsbereiche. Das bedeutet hohe Effizienz bei der Dateneingabe und der Datenpunktprüfung durch Typisierung und erprobte Objekte.
Die Erstellung von Datenmodellen durch das integrierte Verfahren zur Übernahme von Altdatenbeständen. Die Verfahrensvorteile liegen auf der Hand: die Arbeit mit geprüften Datenbeständen, die Abbildung der Netzstruktur auf die neuen Funktionen des Leitsystems, die Erzeugung pflegbarer Datenmodelle und die erheblich verkürzt die Erstellung des neuen Datenmodells.
Die integrierte Schaltsimulation, ohne zusätzlichen Rechner oder Arbeitsplätze, mit der Verwendung auch als integrierte Vorschau bei geplanten Schalthandlungen.
Die modulare und dezentrale Prozessanschaltung, redundant konfigurierbar, mit einer Parametrierung, die vollständig in die Dateneingabe des Leitsystems integriert ist. Der Einsatz auch als Protokollkonverter zur Anschaltung bestehender serieller Fernwirklininen über moderne Netzwerkinfrastrukturen und IEC 60870-5-104 ist vorgesehen.
Die universellen Schnittstellen zur Kommunikation und zum Datenaustausch mit Fremdsystemen und Datenbanken.
Die Schnittstellen zu den KISTERS Produkten für den Energiemarkt: BelVis EDM, BelVis PRO und BelVis OPTRIS als funktionale Einbindung für Optimierungsaufgaben.