RHEA und KISTERS: Radargestützte Abflussvorhersage in der Praxis
NEWS
18.11.2009
Bereits seit Jahren arbeiteten die KISTERS Bereiche Umweltconsulting und Umweltinformatik erfolgreich mit der französischen RHEA zusammen. So wurde bei der generellen Entwässerungsplanung für die französische Großstadt Boulogne-sur-Mer in Sachen Modellierung, Abflusssteuerung und Konzeption der Regenwasserbehandlung kooperiert. Seit der Integration der RHEA in KISTERS Anfang 2008 ist das RHEA-Know-how auch in Deutschland für KISTERS Kunden leicht verfügbar.
RHEA hat jahrzehntelange Erfahrungen auf dem Gebiet der Niederschlagsdatenverarbeitung und -analyse. Egal, ob Gutachten, Entwässerungsstudien oder die Konzeption von Vorhersage- und Alarmierungssystemen, RHEA liefert seit vielen Jahren praxistaugliche Lösungen und Antworten. Dabei kommt es zugute, dass in Frankreich eine größere Aufgeschlossenheit gegenüber Methoden zur Bewirtschaftung von Entwässerungssystemen besteht als in Deutschland – daher sind in Frankreich vielfach bereits Methoden praxiserprobt, die bei uns noch „Zukunftsmusik“ darstellen. Und RHEA ist seit Jahrzehnten Kompetenzträger in diesen Bereichen.
Die RHEA löst mit speziellen Werkzeugen und Methoden eine Vielzahl von Fragestellungen, die auch hierzulande zunehmend in den Blickpunkt geraten, z. B.
Erfassung und Ermittlung räumlich und zeitlich stark heterogener Niederschlagsereignisse und
Bestimmung von Fremdwasserkomponenten in urbanen Entwässerungsnetzen.
Dazu werden spezielle Algorithmen zur Echtzeitkalibrierung von Radardaten genutzt, die in das Softwareprodukt CALAMAR eingeflossen sind. Fremdwasser-analysen werden auf der Grundlage von aufgezeichneten Zuflussganglinien zu Kläranlagen in Koppelung mit Niederschlagsdaten halbautomatisch so durchgeführt, dass verschiedene Teilnetze untereinander vergleichbar werden.
Die durch die RHEA-Integration nun auch in Deutschland verfügbaren Werkzeuge ermöglichen eine erhebliche Verbesserung der Datenanalyse aktueller Aspekte des Klimawandels z. B. durch
verbesserte Überflutungssicherheit,
Unwetterprognosen mit quantifizierbaren Gefahrenpotenzialen und
Hochwasseranalysen.
Gutachten zu historischen Regenereignissen haben in diesen Anwendungsbereichen oft eine durchschlagende Verbesserung der Modellierung und Abflussprognose ermöglicht. Die Ermittlung und räumliche Zuordnung von Fremdwasserabfluss hat eine Reduzierung der Betriebs- und Unterhaltungskosten für Kanalnetze und Kläranlagen bei einem gleichzeitig verbesserten Wirkungsgrad der betroffenen Systeme zur Folge. Die Besonderheit der RHEA-Lösungen für Deutschland liegt in der hohen Praxistauglichkeit durch die jahrelange erfolgreiche Anwendung bei unseren Nachbarn.
Auf dem KISTERS Informationstag „Radargestützte Abflussvorhersage in der Praxis“ hat das interessierte Fachpublikum einen Blick über den deutschen Tellerrand hinaus gewagt. Die Experten von RHEA und KISTERS stellten ihre Projekte und Erfahrungen mit der radargestützten Abflussvorhersage vor und diskutierten mit den Teilnehmern die Anwendbarkeit unter deutschen Randbedingungen.
Gerne stellen wir Ihnen die entsprechenden Möglichkeiten auch vor Ort vor. Sprechen Sie mich an!
Haben Sie weitere Fragen? Wenden Sie sich direkt an Marc Hoffmann