X-Mon - Multiscreening und Großbildschirme am Leitsystem ControlStar.
Unternehmen der Ver- und Entsorgung betreiben weitflächige Versorgungsnetze für unterschiedliche Energiearten, über deren Zustand sich das Wartenpersonal einen schnellen Überblick verschaffen muss. Als geeignete Präsentationsfläche stellt KISTERS hierzu in seinem Netzleitsystem ControlStar eine kostengünstige und flexible Lösung mittels Monitorwand oder Großbildschirm zur Verfügung. Im Unterschied zu den früheren Lösungen mit Mosaiktafeln oder heute oft eingesetzten Rückprojektionen bieten LCD-Monitorwände oder Großbildschirme eine hohe Flexibilität und dabei verhältnismäßig geringe Anschaffungs- und Betriebskosten.
LCD-Monitorwände
Eine preiswerte und flexible Lösung zur Darstellung von Übersichtsinformationen unterschiedlicher Art bietet das Leitsystem ControlStar durch die Möglichkeit der Ausstattung von Leitplätzen mit einer Bildwand aus LCD-Monitoren. Diese können aus 2 bis 8 Bildschirmen bestehen und verhalten sich wie ein einzelner Monitor eines Arbeitsplatzes. Auf dem Großbildschirm lassen sich sowohl das Gesamtnetz bzw. ein Netzausschnitt als auch eine Anzahl beliebiger Anwendungen wie Ereignislisten, Störlisten, Stationsbilder, Systemübersichten etc. wahlfrei und in gewünschter Größe aufschalten. Unterstützt wird das Handling durch Funktionen, die eine Bildschirm-füllende Darstellung vorbereiteter Anwendungen ermöglichen. Ein anschließendes Verschieben oder Vergrößern auf mehrere physische Monitore ist einfach möglich.
Merkmale
Großbilddarstellung mit Standard-LCD-Bildschirmen
Standardfunktion des Leitsystems ControlStar, keine Sonderhardware oder Zusatzsoftware erforderlich
Übersichtsdarstellungen werden bei der Konstruktion des Datenmodells durch entsprechende Einrichtung von Detailstufen und Bildebenen ohne Zusatzaufwand erzeugt
Informationsumfang kann durch Belegung der Darstellungsfläche mit Anzeigefenstern flexibel konfiguriert werden
Kombination von Listen- und Bilddarstellungen möglich
Hardcopyfunktion zur wahlweisen Ausgabe von einzelnen Bildschirminhalten oder Inhalten von Monitorblöcken
Funktionale Beschreibung
Die bis zu 8 physischen Bildschirme der Leitsystemarbeitsplätze werden im Xinerama-Mode betrieben, d. h. der Grafik-Server verwaltet keine einzelnen physischen Bildschirme, sondern alle Monitore als eine gemeinsame Bildfläche.
Auf der Bildfläche wird ein ControlStar-Monitor aufgeschaltet, der durch Fens-ter weiter untergliedert werden kann.
Bei der Aufschaltung der Fenster (Bilder, Listen, Dialoge etc.) erfolgt die Anordnung per ’Snap’, orientiert an den Grenzen der physikalischen Monitoren. Im Anschluss kann das Fenster in Größe und Position beliebig manipuliert werden, wobei auch eine Überlappung von Fenstern möglich ist.
Alle Schrift- und Zeilengrößen (in Menüs, Dialogen, Bildern, Listen) sind unabhängig von der Größe des Darstellungsfensters. Die Größe von Menüleisten und Prozessbediendialog (PBD) werden systemweit definiert.
Bei Veränderung der Standardaufschaltung von Listen (Ereignis-, Störliste) erscheinen bei vertikaler Veränderung proportional mehr oder weniger Zeilen, bei horizontaler Manipulation erfolgt keine Veränderung der Text-Mengendarstellung, dies führt lediglich zur Abdeckung von Endbereichen der Textzeilen. Die Textdarstellung erfolgt immer linksbündig.
Zur besseren Bedienung und Orientierung können die Bedien- und Anzeigemenüs am oberen und unteren Bildschirmrand bei horizontal 4 Monitoren doppelt – also zwei Mal – dargestellt werden.
Es ist in der Systemkonfiguration auch möglich, Arbeitsplätze mit 2 virtuellen Monitoren zu parametrieren, sodass an diesen Arbeitsplätzen z. B. parallel die Prozessebene und eine Simulationsebene gleichzeitig aufgeschaltet werden können.
Pro virtuellem Monitor können standardmäßig bis zu 24 Fenster aufgeschaltet werden.
Die Erzeugung von Hardcopys orientiert sich an den physischen Monitoren, einzeln oder in Blöcken.
Hardwareanforderungen und Randbedingungen
Bei der Auswahl der LCD-Monitore sollte auf einen möglichst schmalen Bildschirmrahmen geachtet werden. Zur weiteren Steigerung des homogenen Großbildes empfehlen wir Monitore, deren Rahmen-Gehäusefarbe der des Bildschirmhintergrundes möglichst nahe kommt.
Je zwei Bildschirme werden vertikal auf einem Monitorträger montiert, der für LCD-Geräte zwischen 17“ und 21“ geeignet ist. Die bestückten Träger können sowohl in einer Linie als auch in halbkreisförmiger Aufstellung auf dem Wartenpult platziert werden. Die Träger sind in Edelstahl poliert oder schwarz lackiert erhältlich.
Plasmabildschirme
Eine weitere interessante Möglichkeit zur Darstellung von Großbildern ist der Einsatz von Plasmabildschirmen. Sie bieten ein helleres, kontrastreicheres Bild und ein größeres Farbspektrum als LCD-Bildschirme; außerdem können sie in Größen von bis zu 304 cm (ca. 120 Zoll) in der Diagonale hergestellt werden.
Typische Leitsystemanwendungen sind die Darstellungen von Netzübersichten, Fahrplänen oder Alarmübersichten u. ä.. Zum Einsatz kommen meist Bildschirm-größen von mehr als 50 Zoll, sodass die Darstellungen auch bei einem Abstand von mehreren Metern noch gut zu erkennen sind. Darüber hinaus lässt das für Plasmabildschirme übliche Format von 16 : 9 (bei z. B. 1.920x1.080 Pixel) ggf. die Anzeige größerer Netzausschnitte zu.
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