Ingenieurwesen

Wasserwirtschaftliche Planungen

Wasserwirtschaftliche Planung unternimmt den Versuch, ein Planungsinstrument über lange Zeiträume und für große Einzugsgebiete inklusive der sich darin befindlichen Wirtschafträume (Ansiedlungen, Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, Industrie, tertiärer Sektor) zu entwickeln.

Ziel ist es, die Interessen menschlichen und wirtschaftlichen Handelns in Einklang zu bringen mit dem zunehmenden Druck auf die Ressource Wasser. Dieser Druck entsteht durch den Wasserbedarf, der den natürlichen Vorrat übersteigt, durch häufigere Extreme in der Intensität von Niedrigwasser (z. B. infolge Trockenheit) und Hochwasser (z. B. infolge heftiger Starkregenereignisse) und durch anthropogene Eingriffe in die natürlichen Wasserläufe. Ziel ist also die optimale Nutzung der Ressource Wasser unter Berücksichtigung der hydrologischen und meteohydrologischen Dynamik innerhalb des betroffenen Einzugsgebiets.

Eine solche Planung setzt auf Erkenntnissen auf, die sich aus den Zeitreihendaten ableiten lassen. Diese Daten werden messtechnisch an Messstationen an oder entlang der zu bewirtschaftenden Wasserkörper aufgenommen und zentral in WISKI gesammelt, validiert und ausgewertet. Weitere Daten stammen aus hydrologischen Modellen. Dabei fallen durchaus nennenswerte Datenmengen an, denn die zur Planung erforderlichen Grundlagendaten können weder lokal noch zeitlich isoliert erfasst und betrachtet werden. Tatsächlich erstrecken sich die Messstationen in die Fläche, gilt es doch ein oder mehrere Einzugsgebiete zu überwachen. Je repräsentativer die Messstationen und je länger die Zeitreihen umso signifikanter die statistische Zuverlässigkeit der aus den Daten abgeleiteten Beurteilungsgrößen. Um die Relevanz der Planung weiter zu erhöhen, macht es Sinn, das wasserwirtschaftliche Informationssystem WISKI mit Datenbanken anderer Fachdisziplinen zu verknüpfen und die Möglichkeiten von WISKI zur Anbindung von/Integration in GIS-Systemen zu nutzen.