Tide und Ozeanografie

Tide & Ozeanographie

Die durch die gegenseitige Anziehungskraft von Erde, Mond und auch der Sonne entstehenden Gezeiten bestimmen den Wasserstand der Hauptmeere und der meisten Nebenmeere. Die Tide ist der Zeitraum, der eine Flut und eine Ebbe umfasst; mit dem „Tideniedrigwasser“ (TNW) als niedrigstem Wasserstand und dem „Tidehochwasser“ (THW) als höchstem Stand. Beim höchstem Wasserstand, dem Tidehochwasser (THW), kommt es zu einem landwärts gerichteten Flutstrom, dementsprechend beim niedrigsten Wasserstand (Tideniedrigwasser, TNW) zu einem seewärts gerichteten Ebbstrom. Unter „Kentern“ versteht man den Übergang von einer Fließrichtung in die entgegengesetzte.

Die Gezeiten haben unterschiedliche Auswirkungen auf die Schifffahrt: Die entstehenden Strömungen von bis zu 3 Metern pro Sekunde üben Einfluss auf die Fahrtgeschwindigkeiten der ein- und auslaufenden Schiffe aus. An manchen Flüssen können größere Schiffe erst dann tiefer einfahren, wenn die Flut genügend Wasser stromaufwärts getrieben hat. Oft reinigen die Gezeiten die Mündungen von Flüssen von angeschwemmtem Sand, Schlamm und weiteren Materialien, so dass günstige Fahrwassertiefen mit nur geringen Baggerarbeiten erreicht werden können. Die Gezeiten haben aber nicht nur positiven Einfluss, sondern sie erzeugen auch für die Schifffahrt in Küstennähe gefährliche Fahrwasserveränderungen durch die Verlagerung von Sandbänken bewirken.

Zur Kontrolle der Gezeiten besteht die Notwendigkeit zur ständigen Überwachung, Archivierung, Analyse und Auswertung von Tide-,Wasserstands- und Strömungsdaten:

  • Validierung und Archivierung von Messwerten zu Tidewasserstand, Wind und Wasserdruck
  • Analyse und Auswertung von Tideverläufen
  • Extremwert-Statistik
  • Ermittlung langjähriger Kennwerte
  • Automatisierte Berichtserstellung
  • Validierung und Archivierung von Strömungsmessungen stationärer und mobiler Sonden
  • Grafische Auswertungen von Strömungsmessungen